Chronisch Krank...

Durch einen Bericht den ich in einen bekannten Social Network gelesen habe... Befasse ich mich heute mal mit dem allgemeinen Begriff

"chronisch krank"

 

 

LAUT GESETZ 

Eine einfache Definition lautet nach dem Gesetz:

 

"Es handelt sich dabei um Personen, die sich nachweislich wegen derselben Krankheit seit wenigstens einem Jahr in ärztlicher Dauerbehandlung befinden" + eines der folgenden Kriterien mindestens erfüllt:

 

  1. Es liegt eine Pflegebedürftigkeit der Pflegestufe 2 oder 3 nach dem zweiten Kapitel des SGB XI vor.
  2. Es liegt ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 60 Prozent vor, wobei der GdB oder die MdE nach den Maßstäben des § 30 Abs. 1 BVG oder des § 56 Abs. 2 SGB VII festgestellt und zumindest auch durch die zugrundeliegende schwerwiegende chronische Erkrankung begründet sein muss.
  3. Es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung (ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, Arzneimitteltherapie, Behandlungspflege, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln) erforderlich, ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die zugrundeliegende schwerwiegende chronische Erkrankung zu erwarten ist. 

Quelle: Auszug aus der Chroniker-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses

 

Wer dann laut dem Gesetz den Titel "chronisch krank" erhält, muss nur maximal 1 % seines Bruttoeinkommens für Zuzahlungen aufwenden.

AUS DER SICHT EINES BETROFFENEN

Den Titel eines chronischen Kranken zu tragen ist nicht leicht - je jünger desto schwerer anzunehmen.

In jedem Moment eines Tages können meine Begleitsymptome plötzlich und unerwartet auftauchen, so dass ich nie weiß - ob es ein guter oder nicht so guter Tag für mich wird. (Logisch ist, dass man dann auch in diesen Situationen das beste herausholt...das gelingt mal mehr oder weniger gut).

 

Etwas vorausplanen, einen geregelten Ablauf zu haben oder aufrecht erhalten zu können, macht es mir aufgrund dessen o. g. Situation schwer - unerwartetes zu meinen Gesundheitszustand kann jederzeit auftreten.

Vieles wird von Anderen persönlich genommen, wenn Pläne kurzerhand über den Haufen geschmissen werden. 

 

Denkt daher bitte daran:

 

*Nehmt es bitte nicht persönlich

*Ich bin dadurch nicht frag- oder merkwürdig

*Ich bin krank und würde liebend gern in manch einer Situation anders handeln als mein Körper es am Ende doch bestimmt...

 

Am Ende ist es auch für Nicht-Betroffene echt schwer zu verstehen, auszuhalten und mitzutragen. Leider wird dadurch immer wieder mal die Teilhabe am sozialen Leben beschnitten.

 

Ein Konflikt zwischen Körper und Geist ist es alltäglich!

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Kommentare: 1
  • #1

    BerndJörg (Samstag, 13 Januar 2018 09:57)

    lese immer wieder gern in einem Blog und jedesmal fesselt er mich auf's neu. So vieles was man kennt, so vieles in dem man sich erkennt. Danke für Deine Seiten.